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Risikoquelle Streetview?

Streetview bewegt die Gemüter - nicht nur in Deutschland. Man soll nicht alles schlecht reden, man darf sich aber auch nicht alles schön reden und dabei Gefahren übersehen. Ein oft gehörtes Argument für den Nutzen von Streetview: Die Möglichkeit die Umgebung des Hotels anzusehen, in dem man den Urlaub zu verbringen gedenkt.

Nun bin ich auf Grund der Erfahrungen mit Google Maps der Überzeugung, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Google-Nutzer tatsächlich auf Streetview zurückgreifen wird, aber trotzdem sollte man sich ein paar Gedanken dazu machen. Nein, ich bin kein notorischer Schwarzmaler oder Technologiefeind, doch hier sehe ich größere Risiken:

Der Datenbestand von Streetview ist eine unendliche Folge von Momentaufnahmen, die vielleicht alle fünf bis sieben Jahre erneuert werden, denn die Straßenzüge abzufilmen, das Material auszuwerten, umzuwandelt kostet richtig Geld. Im Grund kann man gar keine Aussage treffen, ob das Material überhaupt aktualisiert wird.

Genau hier lauert die Gefahr: Pech wenn die Mülltonnen draussen stehen, gerade Stoßverkehr ist, eine temporäre Baustelle für Atmosphäre sorgt oder schlechte Lichtverhältnisse düstere Bilder liefern. Google Streetview wird die Situation festhalten, über Jahre genau so zeigen und den Eindruck (mit)prägen.

Die frische gemachte Fassade wird bei Streetview auch niemand sehen, denn schließlich kann man sich mit den Bauchvorhaben nicht an Update-Zyklen des Suchmaschinenriesen aus Kalifornien richten. Hier schlummert gerade für das Hotel- und Gaststättengewerbe eine unkalkulierbare Risikoquelle.

Wie kann man damit umgehen? Kann man damit überhaupt umgehen?

  1. topfmodel hat geantwortet: Es ist halt Sommerloch!
  2. von matthiassuess gepostet